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Foto von Alexander Buchheit
Alexander Buchheit

Familienstellen als Selbsthilfe und Lebensschule

Ich werde mehr und mehr zum Kritiker vieler Familienaufsteller. Und das liegt im We­sentlichen daran, dass ich schon sehr viele AufstellerInnen erlebt habe, die mir einfach zu inva­siv waren. Mit invasiv meine ich, dass den Klienten Dogmen von "Ordnungen" und "Weltbil­dern" übergestülpt wurden. Was mir aber am meisten hoch gestoßen war: Die Probleme, mit de­nen die Klienten eine Aufstellungen machen wollten, wurden z. T. einfach - der Ordnung we­gen -  ignoriert.

Nicht desto trotz  finde ich die systemische Aufstellungsarbeit als Methode zur Selbsterkenntnis einfach super, weshalb ich diese auch in meinen Coaching-Sitzungen nutze. Möglichst non-invasiv natürlich. ;-)

Ich möchte hier ein Beispiel zeigen, wie du selbst für dich eine Aufstellung machen kannst. Sie wird dir vielleicht in einem akuten Konflikt helfen, die Situation aus einem gewissen Abstand zu betrachten. Und möglicherweise wird sich allein schon dadurch das Problem lösen. Wenn du noch nie an einer Familienaufstellung teilgenommen hast, ist es vielleicht besser bei ein paar Aufstellungen als Gast oder Stellvertreter dabei gewesen zu sein, damit verständlicher wird, wie es gemeint ist. (Linkliste zu empfholenen Aufstellern siehe unten)

Was du für die Aufstellung brauchst:

Ein paar Quadratmeter freie Fläche, einige Blätter Papier (weißes A4 aus dem Drucker ist ok, ver­schieden farbiges kannst du auch nehmen.) und einen etwas dickeren Filzstift. Dann überlegst du dir welche Personen, Objekte oder Emotionen mit deinem Aufstellungsthema zu tun haben. Es muss ja auch nicht immer ein aktueller Konflikt sein. Vielleicht stehst du gerade vor einer wichtigen Entscheidung oder brauchst eine Orientierungshilfe.

Dann nimmst du dir das Papier und notierst den Namen der Person oder Sache darauf. Die Mar­kierung (Pfeil) soll zeigen, in welche Richtung die Person schaut. So wie auf diesem Bild sollte es dann aussehen:

Die Blätter mit den Namen dienen als Stellvertreter. Und damit es jetzt nicht zu theoretisch wird, ein au­thentisches Beispiel aus meinem Leben: 

Es war im Jahr 2001. Ich war relativ frisch getrennt von meiner damaligen Freundin. Sie war mir aber noch so stark präsent, dass ich mich damit sehr un­wohl fühlte. Ich musste permanent an sie denken und ich fühlte mich abhängig von ihr. Dann habe ich mir wie oben beschrieben Zettel gemacht mit fol­genden Wörtern drauf: "Julia" (Pseudonym für den Namen der Ex-Freundin), "Vater", "Mutter" (die Eltern stelle ich meistens mit auf) "Sexualität" und meinen Namen "Alexander". Also insgesamt 5 Blätter. Diese legte ich nun intuitiv auf dem Boden aus.(*)

Als ich mir dann die Blätter auf dem Boden ansah, war mir mein Problem total bewusst. Ich hatte nämlich die "Sexualität", meine Sexualität zur "Julia" gelegt - und ihr damit auch die Verantwortung für meine Sexualität übertragen. Ich musste mich also abhängig von ihr füh­len. Ich nahm mir wieder meine "Sexualität" und legte sie zu "Alexander", also zu mir. Jetzt stellte ich mich auf die nun übereinander liegenden Blätter "Sexualität","Alexander" und ein Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit stellte sich ein. Ich war wieder in meiner Mitte und vor Begeisterung habe ich "Julia" kurz darauf angerufen und ihr mitgeteilt, dass ich mich wieder gut mit ihr fühlen würde.

Ich stelle mich nacheinander auf das Blatt jedes einzelnen Stellvertre­ters, um mich in das Energiefeld hinein zu fühlen,...

(*) Du kannst ein Blatt in die Hand nehmen und dich mit geschlossenen Augen langsam in die Richtung führen lassen, wo das Blatt liegen soll. Ist der richtige Platz gefunden, dann legst du das Blatt auf den Boden und legst das nächste Blatt auf gleiche Weise aus.

Am besten einfach mal ausprobieren

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© Alexander Buchheit Coachings  Tel.: 0700 22334469  E-Mail-Kontakt